Sydney :)

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Hallo ihr Lieben,

wenn auch etwas verspätet, hier ein paar Eindrücke aus Sydney.

In diesem Sinne “ Bilder sagen mehr als 1000 Worte“:)

Persönliche Reisetips für das Überleben in den Gassen von Thailands folgen in den nächsten Tagen. Die Autoren bitten noch um etwas Geduld:)
Liebste Grüße aus dem „Paradies“,
Gela & Basti

Bye Bye und Sah-wàht-dee

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Wer momentan an unserer Zimmertür lauscht, der wird uns ohne Umwege für völlig bekloppt erklären. Für Außenstehende muss es sich anhören, als würden wir ununterbrochen die gleichen nasalen Töne von uns geben und uns dabei in unserer Lautstärke gegenseitig übertrumpfen. Um uns für unseren Thailandtrip zu präparieren, versuchen wir uns jedoch „lediglich“ an Thai. Die hohe, tiefe, mittlere, ansteigende und abfallende Betonung macht uns das Leben – von den abstrakten Buchstaben ganz zu schweigen – doch recht schwer. Aber wir lassen uns nicht entmutigen und ertragen weiterhin die verwirrten Blicke der anderen Hostelbewohner.

Nach einer Woche in Queenstown, welche angesichts der eisigen Temperaturen im Van durchaus auch als Vorbereitung für eine alpine Bergbesteigung hätte dienen können, zog es uns dann wieder auf Strasse. Bei schönstem Wetter ging es nach Milford Sound – Eine kleine Meeresenge, welche täglich 100 Besucher anzieht, so auch uns. Eine unglaublich beeindruckende Landschaft begleitete uns während der gesamten Fahrt und auch Milford Sound selbst war atemberaubend. Doch wie immer fragten wir uns – Was tun? Neben überteuerten „Scenic Flights“ und Schiffsfahrten gab es einen kleinen Wanderweg von unglaublichen 10 Minuten und das war es dann auch schon. Um unseren geplagten Geldbeutel zu schonen entschlossen wir uns nach einem gemütlichen Frühstück weiterzufahren. Doch eine Frage drängte sich langsam auf. Erlebten wir Neuseeland ohne Würstchen? Der Ursprung dieser Redewendung lässt sich auf eine Vielzahl chinesischer Mitbürger zurückführen, welche im Zeitalter des 21. Jahrhunderts versuchten Neuseeland zu erobern. Im Zuge dieser Eroberung waren jene auf sämtlichen angebotenen Bootsfahrten, Stadtrundgängen und sonstigen Aktivitäten anzutreffen und dies niemals ohne die landestypischen Spezialitäten oder kleinen Köstlichkeiten zu konsumieren – man denke an das traditionelle Würstchen mit Senf und Toast, ohne welches der Trip natürlich nicht vollkommen wäre. Man möchte ja im Nachhinein nichts bereuen oder das Gefühl bekommen etwas verpasst zu haben! Hatten wir nun etwas verpasst, weil wir nicht an der so oft angepriesenen Bootsfahrt in Milford Sound teilgenommen haben? WAS? IHR HABT KEINE RUNDFAHRT GEMACHT? ALSO DA HABT IHR ECHT WAS VERPASST. So mussten natürlich die reagieren, welche ihr Geld für ne 20-minütige Fahrt rausgehauen haben. Nach intensiver Diskussion stellten wir dann aber beruhigt fest, dass wir auch ohne das Würstchen „Bootstour“ weiterleben können, freuten uns über das gesparte Geld und investierten es sinnvoll in 2 Flaschen Wein und nen Packen Bier:)

Anschließend führte uns unser Weg weiter an den südlichsten Punkt Neuseelands und weiter die Ostküste entlang Richtung Christchurch. Die Zeit wurde eng, unser Van war immer noch nicht verkauft und unser Kontostand zeigte den Spitzenwert von $13 an. Wir mussten also schleunigst handeln und Werbung für Vanny machen. Nach einem 7-stündigen Fußmarsch durch Christchurch, 20 Hosteln später und blank liegenden Nerven war unser Gewissen beruhigt und nun hieß es abwarten. Als frisch gebackene Wirtschaftswissenschaftler wollten wir natürlich möglichst viel Profit aus unserer Investition schlagen und setzten den Preis extrem hoch an. Zu hoch? Gerade als wir beschlossen, den Verkaufsprozess zu beschleunigen und den Preis zu senken, kam eine SMS hereingeflattert. Robin, 21 Jahre war unser Mann. Er selbst – scheinbar kein Verhandlungstalent – war begeistert und kaufte uns Vanny sofort zu dem geforderten Preis ab. Es war geschafft! Wir super glücklich und plötzlich reich.

 Dann standen wir da. Unser Van war weg und wir fühlten uns mit dem Rucksack auf dem Rücken sichtlich unwohl und doch recht allein gelassen. Aber wir mussten uns unseren Weg nach Wellington bahnen und unsere zweite Erfahrung hinsichtlich öffentlicher Verkehrsmittel kann dann auch schon wieder in die Kategorie HIGHLGHT eingeordnet werden. 5 ½ Stunden Busfahrt standen uns bevor und wer jetzt glaubt, dass das fortschrittliche Neuseeland noch ranzige, kleine, klappernde und stinkende Busse in Betrieb hat, der denkt genau richtig. So holperten wir Picton entgegen und waren froh, diesem Bus entkommen zu können. Gekrönt wurde unsere Fahrt damit, dass ein komfortabler und gut klimatisierter Reisebus die gesamte Fahrzeit direkt vor uns fuhr und das gleiche Ziel ansteuerte. Da kam einem schon die Frage „Warum wir?“ in den Sinn. Aber was uns nicht umbringt…

In Wellington angekommen checkten wir dann zum ersten Mal seit langer Zeit in einem Hostel ein und die Freude über eine richtige Matratze war endlos…

 

Am Montagabend sind wir in Auckland gelandet und haben uns diesmal für eine seriöse Reisegesellschaft entschieden und kamen trotz 11 ½-stündiger Busfahrt gut gelaunt im überraschend warmen Norden an. Hier lassen wir die Seele baumeln, genießen den einen oder anderen Kaffee in der Sonne und planen unsere Weiterreise nach Sydney und Thailand. Zum Abschluss sei gesagt, dass wir unsere Meinung was Auckland betrifft gerne revidieren möchten. Wer die Augen offenhält – was wir nun getan haben – kann wunderschöne Gassen und Straßenzüge entdecken. 

In diesem Sinne verabschieden wir uns aus Neuseeland und freuen uns, dass uns zahlreiche Leser bis hierher begleitet haben. Wir hoffen, unsere Geschichten und Erlebnisse haben auch euch das ein oder andere Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Aber keine Angst… Auch unsere Erfahrungen in Sydney und Thailand wollen wir mit euch teilen und melden uns so schnell wie möglich mit hoffentlich vielen Anekdoten zurück.

Láew jer gahn,

Gela & Basti

Kiwiwein, das lass sein!

Titel

Die Flipflops festgebunden, das Seil eingehakt und es hieß 3,2,1…Bungy!

So stürzten wir uns gemeinsam 47m in die Tiefe. Von dem Gefühl des freien Falls fasziniert, führte uns der nächste Weg 4000m in die Höhe. Mit Sauerstoffschlauch in der Nase, dem fremden Tandempartner unterm Hintern, wurde uns erst zu spät bewusst, auf was wir uns da eigentlich eingelassen hatten. Aus einem Flugzeug springen! Gut, dass man seine Entscheidung hier nicht rückgängig machen kann. Basti, völlig begeistert von dem ganzen Spektakel, welches sich in 15000 Fuß Höhe abspielte, fühlte sich schnell in die Welt eines Silvester Stalone versetzt und nahm die Schweißperlen auf der Stirn seiner geliebten Freundin kaum wahr. Ehe sie sich versah; war Basti – aka John Rambo – schon in Richtung Erdboden unterwegs. Noch einen letzten Blick in die Kamera (Fotos für die Nachwelt müssen natürlich auch in solch einem Moment aufgenommen werden), Beine raus und schon wurde auch Gela vom Sog der Schwerkraft erfasst. Mit 200km/h in der Luft und entglittenen Gesichtszügen, versuchte sie bei unzähligen Rotationen um die eigene Achse krampfhaft die Fassung zu bewahren. Wie erfolgreich? Nachstehende Abbildung verdeutlicht…

Durch zahlreiche Actionszenen erprobt, konnte Basti den Skydive in vollen Zügen genießen…

 

 Die ganze Aufregung um die Gravitation konnten wir dann bei einem gemütlichen Bad in natürlichen, heißen Quellen und einer guten Flasche Rotwein verarbeiten. Wie viel Aufwand in jener Flasche Wein eigentlich steckt, sollten wir einige Tage später am eigenen Leib erfahren. Denn, wir verließen Taupo und dessen unvergessliche Momente mit 30$ auf dem Konto und 10$ in der Tasche.

Lake Taupo…

Um unseren Trip nicht vorzeitig beenden zu müssen, machten wir uns gemäß dem Motto „I need a Dollar“ in Richtung Südinsel auf, in der Hoffnung einen Job zu finden.

Auf der Faehre von Wellington nach Picton…

Nach kurzen Stops in Palmerston North und Wellington fanden wir uns dann in Blenheim und auf dessen Weinbergen wieder. Weinpflanzen verschneiden und die verschnittenen Äste dann um einen Draht wickeln. So soll es dann aussehen…

Ein traumhafter Job, der bei Regen, Temperaturen um den Nullpunkt und dem Wissen um die miserable Bezahlung noch viel mehr Spaß macht. Gekrönt wurde das Ganze nur noch durch unsere Erlebnisse auf dem Zeltplatz, auf welchem wir eincheckten. Von unseren blonden Haaren und blauen Augen beeindruckt, outete sich unser Nachbar schnell als Sympathisant von Adolf Hitler. Als sei das nicht genug, faszinierte sein Lebenslauf durch einen mehrjährigen Aufenthalt im Knast und einer imposanten Drogenkarriere. Klar, dass wir unseren Horizont durch die Lebenserfahrung dieses gebildeten Mannes deutlich erweitern konnten…

Wie sich das gehört, sollte auch dieser Zeltplatz, inmitten einer kleinen Gemeinde, seinen privaten Hausdrachen haben. All unsere Schritte wurden von diesem beobachtet, dokumentiert und beurteilt. Es stellte sich schnell heraus, dass wir wesentlich zu viel Klopapier benutzten und das Waschbecken im Bad fälschlicherweise zum Zähneputzen benutzten. Da hätten wir auch mal drüber nachdenken können!!! Um uns auf unser untragbares Verhalten aufmerksam zu machen, wurden Hinweisschilder mit deutlichen Verhaltensregeln angebracht.

 

Wir – von der Plackerei auf dem Weinberg gezeichnet – hatten die Schnauze gestrichen voll und zogen Bilanz: Versteht man unter dem Wort „Kiwi“ die Einwohner Neuseelands, dann meine wir „Kiwiwein – das lass sein!“

An das Thema „Arbeiten“ haben wir nun einen Haken gemacht widmen uns wieder dem angenehmen Teil unserer Reise. Stets in der Hoffnunf unseren geliebten Van zu verkaufen, befinden wir uns momentan im wunderschön gelegenen Queenstown im Süden der Südinsel und genießen das Leben. Und wie so oft, sprechen Bilder eine eigene Sprache

Die Westkueste der Suedinsel…

In Wanaka…

Queenstown…


On the road oder auf dem Hinterhof von „auto spark“

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Und wieder soll sich eine Erfahrung bestätigen – Kein Plan ist der beste Plan. So hieß unsere Unterkunft der vergangenen zwei Nächte ungeplanter weise „auto spark“. Nach 1700 zurückgelegten Kilometern hat die Batterie von unserem geliebten Van ihr zeitliches gesegnet und damit unsere Mobilität eingeschränkt. Vanny hat also für uns entschieden – Tauranga, eine schöne Stadt in der Bay of Plenty, soll erkundet werden. Ihr fragt euch nun, was 2 Amateure auf dem Gebiet des Rucksacktourismus in 1700 km erlebt haben? Dann weiterlesen…:)

Vor 14 Tagen zogen wir von der Hideaway Lodge los, um die Welt zu entdecken! Wir hatten große Pläne und Vorstellungen. ABER, jeder fängt klein an – wir mit unserer Wäsche! Da die Waschmaschine in der Lodge die Fähigkeit besaß unsere dreckigen Klamotten stets noch dreckiger wieder auszuspucken und das am Ende noch ein halbes Vermögen gekostet hat, haben wir uns den Rat eines Einheimischen angenommen. 8 Dollar sollte es uns kosten, die Wäsche gewaschen, getrocknet und gebügelt wieder in Empfang zu nehmen. So machten wir uns mit großen Schritten auf in Richtung Wäscherei. Ein Schnäppchen! Wir konnten es kaum glauben. Nach lediglich 30 Sekunden schaffte es die nette Dame im Salon jedoch unsere Hoffnungen zu zerstören. Kostenvoranschlag: 38 Dollar, abholbereit in 4 Stunden. Um die Zeit sinnvoll zu überbrücken haben wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten in der Umgebung abgeklappert. Die „Hundertwasser Toiletten“ in Kawakawa (mit Abstand der schönste Ort um sein Geschäft zu erledigen, den wir je gesehen haben), die Haruru Falls in Pahia (weniger beindruckend als erwartet) und der Lake Omapere standen auf unserer Liste. Nachdem die ersten Sehenswürdigkeiten unsere Endorphine in Wallung gebracht haben, war es schwer, die hinzukommende Vorfreude auf frisch gewaschene, getrocknete und gebügelte Wäsche überhaupt kontrollieren zu können. Die Dame aus dem Waschsalon muss dies geahnt haben und erkannte die Gefahr einer Überdosis an Glücksgefühlen und deren Folgen sofort. Sie handelte daraufhin schnell und bändigte unseren Rausch. Zusammengeknüllt und halb nass übergab sie uns die Ware in einem durchsichtigen Plastiksack, knüpfte uns das Geld ab und verschwand mit den Worten „Thank’s a lot and travel safe“. Mit unserem Sack an Wäsche im Regen stehen gelassen, lernten wir unsere 1. Lektion: Es kommt immer anders als man denkt.

Mit 5-stündiger Verspätung (aber immerhin sauberer Wäsche) ging es unserem ersten Ziel entgegen – „Cape Reinga“. Einer alten Maorie Legende nach ist es der Ort, an welchem die Seelen der Verstorbenen ihre letzte Reise antreten. 3 Stunden ging es am Pazifik entlang gen Norden und wir konnten zum ersten Mal die Vielfalt der Natur erleben. Immer abgeschiedener wurde die Straße bis zu dem Punkt, an dem sie einfach aufhört. Das Ende der Straße bedeutet in diesem Falle auch, das Ende Neuseelands. Und wir sahen zum ersten Mal den so oft abgelichteten Leuchtturm am „Cape Reinga“ live. Leider war es schon dunkel und unser Weg führte uns nur noch in die abgelegene „Tapotupotu Bay“. Nach einem gemütlichen Abend mit Nudelsuppe und nem Bierchen, machten wir uns am nächsten Morgen früh auf, um den unglaublich beeindruckenden Sonnenaufgang zu erleben. Anschließen folgte das morgendliche Frischmachen auf den öffentlichen Toiletten und die Weiterfahrt nach Ahipara.

 

Das Ende vom „90 Mile Beach“ haben wir 2 Tage in vollen Zügen genossen und uns die Meeresluft um die Nase wehen lassen, Übernachtung und Frühstück am Strand inklusive.

Das nächste Ziel sollte dann der im Süden gelegen „Trounson Kauri Park“ sein.

Über Serpentinen ging es durch eine vielfältige Landschaft in südlichere Gefilde. Das Highlight an diesem Tag sollte jedoch unsere Schlafplatzsuche sein. Die Suche nach einem kostenlosen Plätzchen, führte uns abgelegene Straßenzüge entlang, die endlos erschienen. Nachdem wir 2-mal erfolglos umdrehten, um auf die Hauptstraße zurückzukehren, die Tanknadel immer weiter abfiel und unsere Nerven auf eine Zerreisprobe gestellt wurden, sollte ein Dritter Versuch glücken. Im strömenden Regen fanden wir ein ruhiges Plätzchen zum nächtigen. Ein verlassener (und wir meinen wirklich verlassen, denn es gab nur uns) und riesiger Ferienpark am See war das Resultat unserer Irrfahrt. Die Atmosphäre am See war so düster und gruselig, dass selbst ein Gang zur Toilette undenkbar war. Dementsprechend hieß es am nächsten Morgen „Beine in die Hand und weg hier!“. Erst ein gemütliches Frühstück auf demParkplatz von Dargaville ließ die Szenen der letzten Nacht vergessen. Weiter ging es nach Whangarei. Erneut standen Wasserfälle auf dem Programm. Diesmal hielt der „Lonely Planet“ die „Paris Hilton“ unter den Wasserfällen für uns bereit. Oft fotografiert und doch interessant wie eine „Wasserstands-und Tieftauchmeldung“. Auch an diesem Tag sollte die Schlafplatzsuche Im Vordergrund stehen. Wieder Gela am Steuer, wieder endlos lang erscheinende Straßenzüge Richtung Niemandsland, wieder am Rande des Abgrunds. Doch diesmal nicht nur unsere Nerven, sondern auch die Schnauze unseres Vans. Ein waghalsiges Wendemanöver auf enger Geröllstraße mit Blick Richtung Abhang ließen das Faß der Fahrerin überlaufen. Nur die Manneskraft des Beifahrers sollte schlimmeres verhindern. Ein kräftiges Schieben brachte Vanny wieder auf die richtige Spur und bewahrte die Fahrerin vor einem ungewollten freien Fall. Ohne lange drüber nachzudenken, führte uns der Weg auf den nächstgelegenen, sicheren Campingplatz. Die Suche nach einem kostenlosen Schlafplatz war damit beendet!

Entspannt, erholt und energiegeladen ging des den nächsten Tag in die „Abbey Caves“. Mit Stirnlampe und denkbar schlechtem Schuhwerk ausgestattet, stapften wir in die Höhle hinein. Nach nur 2 Schritten (was sollte man mit kaputten Chucks und Halbschuhen auch anderes erwarten) waren die Füße nass, der „Wow-Effekt“ dafür umso größer. Schaltet man die Stirnlampe aus, kann man an der Decke nämlich hunderte Glühwürmchen sehen.

Nach einer Klettereinheit und der Erkenntnis, dass gutes Schuhwerk eben doch wichtig ist, führte uns der nächste Weg nach Piha. Westlich von Auckland gelegen, beindruckt dieses Städtchen durch eine wundervolle Kulisse und einen traumhaften Strand. 3 Tage haben wir das Surfer-Flair in uns aufgenommen und unsere Mahlzeiten mit Meereskulisse unvergesslich werden lassen.

Nächster Stopp: Coromandel. Schlafplatztechnisch mussten wir auch hier improvisieren und nannten einen öffentlichen Parkplatz eine Nacht unser. Aber egal wo wir stehen – Vanny gibt uns immer ein gemütliches zu Hause. Im „Lonely-Planet“ aufgelistet wollten wir uns am folgenden Tag das „Mahamudra Centre“, ein buddhisischen Zentrum nördlich von Coromandel, mal genauer anschauen. Wir hatten von einer inspirierenden und geistlichen Kulisse geträumt und wollten gerne ein paar Tage dort verbringen. Aber wie das im Leben so ist (man denke an unsere Wäsche), kommt es immer anders als man denkt. Lieblos aufgestellte Buddhafiguren und Gebetsflaggen machen eben noch kein buddhistisches Zentrum. Also beschlossen wir die sofortige Weiterfahrt zum „Hot Water Beach“. Die Rechnung haben wir allerdings ohne Vanny gemacht. Der hat nämlich beschlossen, dass wir uns ein Frühstück zwischen den zahlreichen Buddhas nicht entgehen lassen sollten. Er sprang also nicht an. Da ist es gut, dass wir zwei technisch absolut versiert sind. Beim Frühstück wurde gefachsimpelt und Lösungsvorschläge diskutiert. Nach einer Stunde fanden wir uns dann rennend hinter unserem Van wieder. Anschieben und dann den Versuch wagen zu starten. Das war der Plan. Ein grandioser Plan der leider NICHTS bewirkte. Woher sollten wir auch wissen, dass Anschiebungsversuche bei einem Automatikauto nichts bringen? Ratlos schauten wir uns an und hofften in den Gesichtszügen des jeweils anderen einen Ansatz von neuen Ideen zu erkennen. Doch nichts. Wieder der Versuch des Schiebens! Wieder nichts! Doch plötzlich – Ein Motorgeräusch. Vanny lief und wir sahen unsere Theorie des Schiebens als bestätigt. Problemlos ging es an die Ostküste zum „Hot Water Beach“. Gut gelaunt und in dem Glauben die Ereignisse vom Morgen überstanden zu haben, genossen wir die Fahrt an der Küste entlang. Auf dem Campingplatz angekommen dann der Schock. Kein Motorgeräusch. Nichts! Wir mussten uns eingestehen, dass mit unserem Van etwas nicht stimmt. Mit einer Dusche kam auch die Einsicht – Wir brauchen Hilfe. Ein Angestellter vom Campingplatz klärte uns über einige Mysterien auf. So lernten wir, das Schieben eben doch nichts bringt. Ein kurzer Blick verriet ihm, die Batterie ist der Übeltäter. Mit Starthilfe kamen wir aber immerhin auf unsere Campingfläche. Die Aufregung des Tages haben wir dann am Strand hinter uns gelassen. Bei einer Flasche Wein und einem heißen Fußbad, möglich durch eine aktive Lavaströmung, welche unter dem Strand verläuft, genossen wir den einzigartigen Sternenhimmel Neuseeland und nahmen die magische Atmosphäre in uns auf.

Weniger magisch war die Fahrt, welche uns am nächsten Tag bevorstand. Wieder ging es mit Starthilfe los und wir schwitzten von der ersten bis zur letzten Minute. Heulende Motogeräusche, starkes Ruckeln, aufblickende Signalleuchten und das alles bei 10 km/h. Wir glauben bis heute, es war ein Wunder, welches uns bis zur Werkstatt getragen hat. Der Fachmann, Chris, fand die Ursache dann scheinbar schnell. Aufgrund einer abstehenden Schraube am Kühler des Motors, wurde zum einen der Motor nicht mehr gekühlt und die Lichtmaschine blockiert, wodurch die Batterie nicht mehr geladen werden konnte. Nach 30 Minuten schien alles behoben und wir setzten unsere Weiterfahrt glücklich und zufrieden fort. Tauranga war das nächste Ziel. Und ihr wisst was jetzt kommt… Nach diesem doch recht aufregenden und anstrengenden Tag „on the road“, gönnten wir uns ganz klassisch „fish & chips“ zum Abendbrot. Nach kurzem Stoppp bei „summit takeaways“ dann das schier Unvorstellbare. Heulende Motorgeräusche und ein aufleuchten des Batteriesymbols. „fish & chips“ auf dem Schoß, den Tränen nahe, entschieden wir uns einfach in einer Nachbarschaftsgegend zu campieren. Das Abendbrot wurde uns durch ein Live-Kino verschönert. Mit erschrecken mussten wir feststellen, dass wir vor dem Haus eines (vermeintlichen) Drogendealers geparkt hatten. So beobachteten wir das Kommen und Gehen seiner Kunden, während wir unser Abendbrot genossen. Nach einer unerwartet ruhigen und behaglich warmen Nacht dann der Spannungsmoment am Morgen: Springt Vanny an? JA, er tut es. Also auf in die nächste Werkstatt. Problem erkannt – Die Lichtmaschine scheint die Batterie nicht zu laden. Eine Weiterfahrt undenkbar. Hilfe ist jedoch erst am Montag in Aussicht. Und so kam es, dass wir uns auf dem Hinterhof von „auto spark“ wiederfanden. 2 Tage und Nächte haben wir unsere kostenlose Unterkunft genossen und die Toiletten vom nahegelegen McDonalds als unser Badezimmer deklariert. Heute Morgen stand Vanny dann auch gleich ganz oben auf der Liste von „auto spark“ (Wir nehmen an, keine Kunde hat je solange gewartet wie wir). Von dem Schlimmsten ausgehend, sollten wir dann doch positiv überrascht werden. Lediglich ein Schlauch musste ersetzt werden und der Kleine schnurrt wieder wie ein Kätzchen. Matt, unser netter KFZ-Mechaniker, gab uns dann gleich noch ein paar hilfreiche Tipps für die Weiterfahrt mit auf den Weg. Ende gut alles gut.

Wie es das Leben so will, jagt jedoch ein Highlight das andere. So genießen wir heute die Freiheit des Nackt-seins in dem „Naturist Park“ von Katikati und verabschieden uns damit!

Bis zum nächsten Mal mit hoffentlich ähnlich spannenden und lustigen Geschichten:)

Liebste Grüße,

Gela & Basti

Kiwiplantage versus Packhaus

Unser Van :)

Asche auf unser Haupt!

Mit erschrecken mussten wir heute feststellen, dass der letzte Eintrag schon 4 Wochen zurück liegt. Eine Erklärung? Leider keine, die das Wort faul nicht beinhaltet…

Viel ist passiert und wir fangen einfach mal ganz vorne an.

Wir arbeiten!!! Basti zieht mit Bandana, Sonnenbrille und Gummistiefeln als Ramboverschnitt über die Kiwiplantagen und ich verbringe meine Nächte gemeinsam mit den Einheimischen im Packhaus. Es könnte nicht besser laufen mag der ein oder andere denken…. Wir denken anders. Basti beklagt sich jeden Tag über Rückenschmerzen und ich muss mich täglich mit der Inkompetenz und – man entschuldige meine Wortwahl – Dummheit der Maoris rumschlagen. Die sind wirklich ein erstaunliches Volk. Entweder sie sind bekifft oder betrunken bei der Arbeit. Wahlweise stehen auch irgendwelche Pilze, welche das Bewusstsein erweitern!!! auf der Speisekarte. Dementsprechend dann auch die Arbeitseinstellung. Da loben wir uns doch deutsche Arbeitsmoral. Seit ziemlich genau 4 Wochen bewegen wir uns also zwischen Kiwibäumen und Packmaschinen, noch weitere 2-3 werden wir das durchhalten. Dann haben wir den working Teil abgeschlossen und können endlich aufbrechen, um das Land zu erkunden. Eine genaue Route haben wir nicht. Alles wird spontan entschieden. Verschönert wird uns unser Trip seit 1 Woche von unserem geliebten Van! Ja, wir haben es getan J Ein zu hause auf 4 Rädern, welches schöner nicht sein könnte. Ein deutsches Pärchen hatte ihn zum verkauf und wir haben zugeschlagen. So konnten wir zum einen dem Mehrbettzimmer entfliehen und sind nun wesentlich ungebundener, was das Reisen betrifft. Ein paar Fotos…    

So, ich mach Mittag und verabschiede mich bis zum nächsten Mal. Basti fegt noch über die Plantagen, aber er denkt ganz sicher an euch:)

Adios sagen Gela & Basti

Hideaway or Holiday?

„Momentan kann ich das noch nicht so genau sagen, aber ich denke, morgen geht’s los!“

DIESER Satz. Den haben wir nun schon seit 8 Tagen vom Oberhaupt der „Hideaway Lodge“ gehört. Die Kiwiernte sollte bereits seit 5 Wochen in vollem Gange sein. Doch der schlechte Sommer macht uns und den anderen 100 Backpackern in der Lodge einen Strich durch die Rechnung. Die Kiwis sind nicht reif und 200 Felder noch nicht freigegeben. Doch sollte der Tag der Tage kommen, dann wird Basti wohl um die 8 Stunden ernten und ich 12 Stunden verpacken. Und das 7 Tage die Woche. Genießt in Zukunft also jede neuseeländische Kiwi:) Die Saison geht dann bis Ende Mai und wir werden wahrscheinlich auch solange in der Lodge, liebevoll auch Arbeitslager genannt, bleiben. So können wir genug Geld verdienen, um mindestens 6 Wochen auf der Nordinsel zu reisen.

Das Leben im Lager ist nur mit viel Humor und interessanten Leuten zu ertragen. Generell gleicht die ganze Anlage einem großen Campingplatz auf welchem containerartige Gebäude stehen, in denen wir schlafen. Privatsphäre und Komfort gleich Fehlanzeige. Wir sind quasi die polnischen Spargelstecher in Neuseeland:)

Aber wir haben uns mit der Situation arrangiert und mit unserem Nebenzimmer angefreundet. Als deutsch-schwedische Gemeinschaft haben wir die letzte Woche genutzt, um die Umgebung und Kerikeri selbst zu erkunden. Mit den „Rainbow Waterfalls“ und dem Strand in Paihia sind die Möglichkeiten allerdings auch schon erschöpft. So verleben wir die Tage in der „Holiday-Lodge“ zwischen Frühstück und BBQ.

Wir verabschieden uns für heute aus der sonnigen Lodge:) (Die Sache mit den Fotos gestaltet sich aufgrund der miserablen Internetverbindung sehr schwierig. Wir versuchen aber so schnell wie möglich welche hoch zu laden)

Basti & Gela

P.S. Ein grosses Geheimnis kann schon gelüftet werden. Kiwis wachsen auf Bäumen…

Das Internet…

scheint, auch wenn wir uns in einem zivilisierten Land bewegen, keine selbstverständliche Sache zu sein. Entweder man hat generell kein Netzwerk zur Verfügung oder man muss enorm hohe Gebühren bezahlen. Um ein Lebenszeichen von uns zu geben, haben wir uns nun für Variante 2 entschieden und ein halbes Vermögen bezahlt :) (In Zukunft werden wir uns wohl vor einem McDonalds oder in einer Bibliothek einfinden, dort gibt es nämlich kostenloses W-Lan).

Wir haben den Flug und auch die ersten 3 Tage wunderbar überstanden. Neuseeland hat uns sonnig empfangen und so konnten wir Auckland ausgiebig erkunden. Lange hatten wir den Reiseführer studiert und uns viel erhofft. Doch leider erwarteten uns lediglich chinesische, koreanische und japanische Restaurants. Und das in einem unbeschreiblichen Ausmaß. Ungelogen – Wer es drauf anlegt, kann hier 365 Tage im Jahr woanders essen gehen. Und wir reden hier nur von der Innenstadt!!! Dementsprechend überlagern sich die Gerüche und man wäre froh gewesen, Auckland nur von Bildern zu kennen. Wer also noch nicht hier war, hat auch nichts verpasst. Das ist auch der Grund warum wir uns entschieden haben, so schnell wie möglich von hier weg zu kommen. Die nächste Station heißt Kerikeri und soll schon morgen unser Ziel sein. Dort geht die Kiwiernte los und wir hoffen, einen Job ergattern zu können. Wenn wir Glück haben, können wir da auch schon mit unserem eigenen Auto hinfahren. 2 deutsche Mädels hier im Hostel verkaufen ihren Kombi und wenn wir und preislich einigen können, dann gehört das schöne Teil hoffentlich bald uns  :)

Die nächste Meldung folgt dann hoffentlich aus dem ganz im Norden liegenden Kerikeri.

Bis bald,

Basti & Gela